Dev: Codex of Flame and Fury
codex of flame and fury
Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Charakterliste
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
gespielt von Paula
23 Jahre
Reiterin
Selbst wer nur einen flüchtigen Eindruck von Livia hat, der kennt sie als zielstrebig. Vermittelt den Eindruck, dass sie weiß, wo es lang geht – und wo sie hinwill. Dabei war Reiterin werden gar nicht ihr Kindheitswunsch. Sicherlich war mal Teil davon, die Taverne ihrer Mutter zu übernehmen - dort, wo sie aufgewachsen ist, zwischen dem Tresen und Geschichten von Fremden aus allen Richtungen des Reichs. Bis sie irgendwann dieser Zukunft entwachsen ist. Flügel bekommen hat, ausgebrochen ist aus der Vision – auch der ihrer Mutter. Denn Tharizas Wunsch enthielt sicherlich nicht, ihre Tochter an den Krieg zu verlieren. Aber wenn Livia sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie es auch durch. Diesen Sturkopf muss sie von ihrer Mutter haben. Denn so richtig hat ihre Mutter ihr noch nicht verziehen, dass sie so leichtfertig ihr Leben aufs Spiel gesetzt hat, immer wieder setzen wird.

Aber darüber reden sie nicht. Nicht in Briefen. Nicht, wenn man sich in Chantara wiedersieht – den Katzensprung entfernt von Basgiath, wo Livia aufgewachsen ist.
Dabei gäbe es so viel zu besprechen. Wer zwei Jahre im Reiterquadranten überlebt, der sollte doch auch irgendwie das dritte Jahr schaffen. Aber anstatt vorwärts, immer vorwärts zu kommen, fühlt Livia sich wie im freien Fall.

Die Führung der Staffel hätte ihr gehört.
Stattdessen: Yehven. Das Wunderkind. Lehrerkind, aber das hatte sicher nichts damit zu tun. Tschuldige, sind bestimmt ihre überlegenen Fähigkeiten, die sie schon mit der Muttermilch aufgesogen hat. Da kann die Tochter einer Schankbesitzerin nicht mithalten. Sicherlich. Es grenzt an ein kleines Wunder, dass ihr die Augen vom vielen Im-Augenhöhlen-Rollen noch nicht rausgefallen sind.

Stattdessen kämpft sie mit einem Drachen, die kaum noch mit ihr spricht.
Sie nur deutlich spüren lässt, dass Livia nicht das ist, was sie erwartet hat. Weniger und weniger Energie kanalisiert. Sie vor mehr und mehr Probleme stellt, vor anderen noch zu verbergen, warum sie nicht mehr schafft, was sie im zweiten Jahr mit Leichtigkeit gemeistert hätte.

Und ein Loch in der Brust, das da eigentlich nicht sein sollte.
Weil Verluste zum Leben als Reiter dazugehören. Einen nicht wochen-, monatelang beschäftigen sollten. Und es trotzdem tun.

Vielleicht ist das alles gerade ein bisschen viel für ein junges Leben. Aber Reiter kriegen keine Pause. Aufsitzen, weiter machen – weil aufgeben keine Option ist. Und wenn man dafür mit dem Kopf durch die Wand muss.
5 Ingameposts | 23.12.2025, 15:45
Basgiath War College
gespielt von Josi
22 Jahre
Reiter
„Wohin gehen die Sterne, dann, wenn es so hell ist, dass man sie nicht mehr sehen kann?, habe ich meine große Schwester gefragt, als ich vielleicht vier, oder fünf Jahre alt war. Sie gehen nirgendwo hin, sie sind immer da, auch wenn du sie gerade nicht sehen kannst, so wie ich. Das war ihre Antwort und ihre Stimme klingt noch immer in meinen Gedanken nach. Heute weiß ich, es war eine Lüge, wenigstens ein bisschen. Die Sterne sind noch da, aber sie ist es nicht mehr. Endgültig. Sie verbrannte, am 1. July 628 nach der Vereinigung von Navarre nach der Schlacht von Aretia, hingerichtet zusammen mit unserer Mutter und ich werde diesen letzten Blick in ihre Augen nie vergessen, das Geräusch ihres Schreies, an welchen ich mich meine zu erinnern, auch wenn man sagt Drachenfeuer sei zu heiß dafür, es ginge zu schnell. Sie war die Reiterin von uns, sie wollte hoch hinaus und in die weite Welt, zu den Sternen, über das Meer... ich wollte eigentlich immer nur zu Hause sein, in den vertrauten Straßen von Aretia. Wäre die Rebellion nicht gewesen... ich weiß, es ist ein mühseliger Gedanke, ein nutzloser vielleicht. Ich hätte trotzdem nicht immer da sein können, wegen der Wehrpflicht und jetzt, existiert es nicht mehr so, wie es damals war... aber wenn... ja, wenn... ich wäre vermutlich noch immer dort, würde die Einkäufe unserer Nachbarin in ihr Haus tragen, die mir schon als kleiner Junge steinalt vorgekommen war und deren Falten noch tiefer wurden, wenn sie dankbar lächelte. Ich würde den Ausblick genießen, wenn man in die umgebenden Berge wanderte und auf die Stadt herunter blickte, die frische Luft, das eiskalte Wasser der Bergseen, den Geruch, wenn es regnete, die Stille, wenn der erste Schnee fiel. Ich würde den leicht resignierten Blick meiner Mutter mit einem entschuldigenden Schulterzucken erwidern, den sie mir zugeworfen hat, wenn ich mal wieder eine kleine Katze, einen verletzten Vogel, das kaputte Spielzeug eines anderen Kindes nach Hause und sie mir helfen musste, beim gesund pflegen, beim reparieren... Zum Einberufungstag wäre ich in den Heilerdquadranten gegangen, hätte gelernt, meine Pflicht getan und wäre nach Hause zurück gekehrt. Ich wäre noch immer der kleine Bruder einer mutigen großen Schwester. Aber es gab die Rebellion. Ich bin heute nicht dabei Heilkunst zu erlernen, sondern als Gezeichneter in den Reiterquadranten gekommen. Gezeichnet... als würde das Muster, dass sich meinen rechten Arm hinauf zieht, irgendetwas von mir Beschreiben, als könnte es so einfach zeigen, was passiert ist, was sich verändert hat, was mich... gezeichnet hat, verändert. Die Chance auf ein anderes Leben, die Chance an einem anderen Tag zu sterben. Naja... es gab einige und ich bin noch da. Es wird weitere geben, hier, im Reiterquadranten, der sich inzwischen gar nicht mehr so fremd anfühlt, wie am ersten Tag, ein bisschen Schrecken verloren hat. Ich bin in meinem ersten Jahr als Rookie nicht gestorben, auch wenn kein Drache mich binden wollte. Nun eben ein zweites Mal. Zumindest jetzt noch, ist ein bisschen Familie hier und von vielen Fremden, sind ein paar zu Freunden geworden. Es ist nicht alles so schwarz, wie die Uniformen, ich bin immerhin nicht der Schlechteste, stärker als ich es zu Beginn war, auch hier gibt es Berge, ich lerne Nützliches und selbst in den dunklen Nächten, sind auch hier die Sterne.“
144 Ingameposts | 23.03.2025, 13:00
Basgiath War College
gespielt von Sarah
36 Jahre
Reiter
Ein wenig müde wirkt er schon irgendwie. Wie er eigentlich immer eher im Hintergrund steht, sich eigentlich immer irgendwo anlehnt, als ob es zu anstrengend ist, sich aufrecht zu halten. Fast schon düster wirkt er dann in seiner schwarzen Reiteruniform, an der metallene Gegenstände aufblitzen. Da fällt sofort der Ohrring im linken Ohr auf, der je nach Situation ein kleines Schwert, eine Axt oder einfach nur ein simpler Ring ist. Ständige Begleiter seit seinem zweiten Jahr am Basgiath War College, nachdem er Wege gesucht hatte, um sich seiner Siegelkraft der Metallmanipulation noch verbundener zu fühlen. Doch der Schein des düsteren, melancholischen Reiters trügt. Eigentlich könnte Fer kaum weiter davon entfernt sein, er weiß jedoch, in welchen Situationen er in den Hintergrund gehört und eine beobachtende und gehorsame Rolle einzunehmen hat.

Der gelernte Schmied hat sich gegen den traditionellen Weg seiner Familie entschieden. Kein weiteres Ausbauen des Schmiedeunternehmens der Mulconrys in Adruil, das dort hohes Ansehen genießt. Stattdessen der erste werden, der ein Reiter im navarrischen Militär wird. Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat, selbst wenn sein Leben durch sie gefährlicher geworden ist. Trotzdem, oder gerade deswegen, hat Fearghal seine Lebensfreude nie verloren. Was auf den ersten Blick müde und melancholisch wirkt, kann an manchen Tagen auch einfach Zeugnis einer durchlebten Nacht sein, in der Fer einmal mehr Ablenkung gesucht hat. Ablenkung von einer Person, die seit seiner Jugend irgendwie immer da war und immer wieder eine Lücke hinterlassen hat, die Fearghal schon immer zu ignorieren und füllen versuchte. Mit unverbindlichen Liebschaften, aber vor allem mit Freundschaften, die er so gut es ihm seine militärische Zugehörigkeit erlaubt, zu pflegen versucht.

Der 36-jährige hat keine Ambitionen, im Militär weiter aufzusteigen. Seine Position als Leutnant genügt ihm, vor allem, nachdem er nach der Schlacht von Aretia gesehen hat, wie Entscheidungen von oben oder ein Hinterfragen dieser innerhalb der eigenen Staffel , auch persönliche Beziehungen zerreißen können. Vielleicht ist es ein stückweit Feigheit, solchen Entscheidungen aus dem Weg zu gehen, aber Fer fühlt sich in dieser Position wohler. Ob ihm das in Zukunft auch gelingen wird, alles aus der rationalen, wenig hinterfragenden Position zu betrachten, muss sich noch zeigen. Gerade mit dem Wechsel des Mannes in seine Staffel, der in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder beharrlich daran gearbeitet hat, sich in sein Herz zu schleichen, um dann doch wieder eine kleine weitere Narbe zu schlagen, an denen auch Fearghal selbst seinen Anteil hat. Was das mit ihm machen wird? Daran möchte Fer am liebsten nicht denken und doch ist es ihm klar, dass er sich damit auseinandersetzen muss. Entscheidungen treffen … ugh.
17 Ingameposts | 03.02.2026, 18:50
Militär Navarre
gespielt von Moni
23 Jahre
Reiter
Dein Leben war anders verlaufen als du es dir vorgestellt hattest, deine Mutter, eine berühmte Drachenreiterin, wurde abgeschlachtet im Kampf und du wusstest nicht was der Grund dahinter war, wer für den Tod verantwortlich war. Dir blieb nur noch dein Vater, ein Schriftgelehrter und ein ehrenvoller Mann, der sich immer gewünscht hatte, dass du in seine Fußstapfen treten würdest. Doch das kam nicht so, es kam komplett anders. Du warst gerade mal zehn Jahre alt als deine Mutter starb und seitdem hattest du dir geschworen, Rache zu nehmen, an demjenigen, der für ihren Tod verantwortlich gewesen war. Deswegen wurdest du Drachenreiter, um sie zu ehren und immer mit ihr verbunden zu sein. Du warst ein junger, anerkannter Drachenreiter, und arbeitetest dich auch von einer Position zur nächsten hoch, bis du mittlerweile Geschwaderführer bist. Deine Rolle in diesem Bereich ist sehr wertvoll, so hattest du aber keine Ahnung von den Veneni, bisher konntest du nichts darüber erfahren, man ließ dich im Dunkeln.
Du warst jemand, auf den man sich verlassen konnte, gleichzeitig aber auch ein Kerl, der gerne seinen Spaß hatte, mit verschiedenen Frauen schlief, und sich nicht auf eine Person alleine konzentrierte. Ob doch noch die Eine für dich kommen würde? Da warst du dir gar nicht so sicher. Du warst von dir selbst eingenommen, und deine große Liebe warst und würdest immer du bleiben. Das was dich geprägt hatte, das war natürlich nicht nur der Tod deiner Mutter, sondern auch der eines Freundes, der mit dir im gleichen Jahr angefangen hatte. Es war grausam, und es hatte dich verändert. Einen Menschen zu verlieren, war für dich nicht leicht. Doch es härtete dich gleichzeitig auch ab, das bedeutete, dass du besser damit umgehen konntest.
Du warst nie um einen kleinen Scherz oder Witz verlegen, hattest großen Humor, und manchmal eben auch auf die Kosten anderer. Du verbrachtest dein Leben gerne damit, andere aufzuziehen und sich einen Spaß draus zu machen. Du warst dir sicher, dass du mal ein großartiger Drachenreiter werden würdest, was du vermutlich schon warst. Die Menschen, die dir wichtig waren, für die standest du immer ein. Und Ungerechtigkeiten fandest du nicht fair, deswegen nahmst du manchmal auch die Rolle des Beschützers ein, vor allem für diejenigen, mit denen du engeren Kontakt hattest.
21 Ingameposts | 06.11.2025, 11:18
Basgiath War College
gespielt von Rebie
26 Jahre
Flieger
Ich bin bei meinen Eltern aufgewachsen, meine Mutter tat immer alles für mich. Sie ist immer für einen da, ich hatte keine Geschwister, also hatte ich ihre vollkommene Aufmerksamkeit. Sie hatte ein großes Herz und wollte mir alles recht machen, sie ist eine sehr wichtige Person in meinem Leben. Im Gegensatz zu meinem Vater, der immer schlecht gelaunt war. Dem man nichts recht machen konnte, egal wie viel man tat und wie fleißig man war. Das interessierte ihn herzlich wenig, er interessierte sich für nichts und niemanden, nur für sich selbst. Er war schnell wütend und das war für meine Mutter und mich nicht immer gut. Das hieß, wenn er wirklich schlecht drauf war, dass man das von ihm zu spüren bekam, indem man verprügelt wurde und ihm egal war, ob man verletzt wurde oder nicht. Als ich jung war, ließ ich mir noch vieles gefallen, aber nicht mehr als ich älter wurde. Weil ich nicht mehr wollte, dass er meine Mutter schlug, also stellte ich mich dazwischen und fing viele Schläge auf. So wurde ich immer ein wenig stärker im Kampfbereich und auch mit den Reflexen, um ihm auszuweichen. Ich trainierte auch mit meinen Freunden, aber nur meinen ausgewählten, denen ich alles anvertraute. Die ich seit ich klein war kannte, bei fremden war ich noch ein wenig zurückhaltend, aber wenn ich diese auch kennen lernte, war ich ein toller Freund und loyaler Typ. Der wusste, dass ich niemals so sein werden wollte wie mein Vater, das hatte ich mir geschworen. Niemals würde ich gegen meine Kinder und meine zukünftige Frau die Hand heben, ich wollte meine Zukunft harmonisch verbringen. Dazu hoffte ich auch, dass ich alles schaffen werde in meiner Zukunft. Das hatte ich mir fest vorgenommen, das waren meine Regeln.
Meine Mutter hatte es geschafft sich von meinem Vater zu lösen, wir lebten jetzt alleine und ich war stolz auf meine Mutter, da merkte man wie stark diese Frau war und so wollte ich auch werden, sie war mein Vorbild und würde es auch immer bleiben, egal wie alt ich bin. Wir beide schafften das Leben auch ohne diesen Mann, auch wenn es hieß meiner Mutter mehr unter die Arme zu greifen, das tat ich gerne, weil ich wusste wie viel sie für mich gegeben hatte.
0 Ingameposts | 13.06.2026, 11:09
Militär Poromiel
gespielt von Sarah
33 Jahre
Heilkundiger
„Er wird in meine Fußstapfen treten. Und wenn die Zeit so weit ist, wird er nach Kestow kommen. Doch bis dahin darf er nicht ahnen, was meine eigentliche Arbeit ist. Was seine Arbeit sein wird.“

- aus den persönlichen Notizen von Conors Vater, F. Byrne


Es ist eine dunkle Zukunft, die ihm drohte. Noch dunkler als sie sich schon in seinem Jugendalter abgezeichnet hatte. Conor, der erzwungene Heilkundige. Der, der am Einberufungstag mit einer Mischung aus Wut und Sehnsucht zu den Gleichaltrigen schaute, die den Weg über das Viadukt antraten. Während sein eigener Weg in den Heilerquadranten führte, so wie es seine Familie von ihm erwartete. Oder eher: Sein Vater von ihm erwartete. Conor entschied sich an diesem Tag für den Weg der familiären Verpflichtungen und gegen das, was er selbst wollte. Etwas, das sich wie ein roter Faden durch sein Leben zieht. Vielleicht ist es das, was Conor manchmal so wütend erscheinen lässt. Unausgeglichen würde man vielleicht sagen, obwohl er eigentlich mittlerweile mit seinem Leben in seiner Staffel zufrieden ist. Aber es kommen die Momente. Immer noch nach all den Jahren. Momente, in denen er beobachtet, wie Drachen in die Lüfte steigen und er sich fragt, wie es gewesen wäre, wenn er doch diesen Weg eingeschlagen hätte. Es wäre mühseliger gewesen. Gefährlicher. Dessen ist er sich bewusst. Aber er hat sich arrangiert mit diesem Leben als Heilkundiger, hätte sich eine Tätigkeit außerhalb des Militärdienstes jedoch nicht vorstellen können. Ein Heilkundiger außerhalb der militärischen Laufbahn zu werden kam für ihn nie in Frage. Auch wenn er nach all den Verletzungen und Traumata, die er gesehen hat, Kolleginnen und Kollegen verstehen kann, die den Militärdienst verlassen haben. Conor blieb jedoch und ist sich sicher, dass er von diesem Pfad nicht mehr abweichen wird. Dass sein Vater geplant hatte, ihn in die Forschung zu bringen und ihn mehr in die Geheimnisse des navarrischen Königreichs einzubinden, ahnt er nicht. Der Verlust seines Vaters hat jedoch etwas verändert in seinem Leben. Er ist der älteste Sohn der Familie Byrne. Seine Mutter in Lotrotum, weiterhin in ihrem Betrieb arbeitend, seine Schwestern in Calldyr und Basgiath. Weit verstreut und trotzdem fühlt er sich verantwortlich für sie. Während er sich gleichzeitig vor der Frage sieht, ob mit dem Verschwinden seines Vaters auch sein eigenes Leben verändert wird. Er ist kein kalter Mensch, auch wenn er gerne so tut. Aber da flatterte neben der Sorge um seinen Vater doch etwas wie Hoffnung in seiner Brust, als er vom Verschwinden des älteren Byrnes erfahren hat. Eine Hoffnung, mit der er jedoch nichts anzufangen weiß. Zu sehr ist er es gewohnt, in den vorgegeben Bahnen und Strukturen zu leben.

Wusstest du, dass …
… er immer ein Buch dabei hat und eigentlich in jeder Situation die Ruhe hat, zu lesen?
… er auch auf den Spitznamen Con hört, es aber bevorzugt Conor genannt zu werden?
… er im Herzen ein Romantiker ist, das aber niemals zugeben würde?
… er Höhen hasst (vielleicht also ganz gut, dass er kein Reiter wurde)?
… er mit der Dunkelheit der Wintermonate nicht gut zurechtkommt und den Frühling jedes Jahr aufs Neue kaum erwarten kann?

1 Ingameposts | 21.07.2026, 18:00
Militär Navarre
gespielt von Keks
28 Jahre
Reiter
Als Kind wuchs Abb in Armut auf und natürlich hat ihn das damalige Leben sehr geprägt, doch er hatte etwas, was für ihn viel kostbarer gewesen ist, als jede Münze in der Hand: Eine liebevolle Familie, die trotz der schmerzhaften Verluste, die sie alle erleben mussten, zusammen standen und sich gegenseitig Halt und Stütze waren.
Der große Traum ist es immer gewesen dem großen Bruder nachzueifern, der sich einen Namen als Reiter gemacht hatte, bis das Schicksal erneut zuschlug und es ein weiteres Grab in der Heimat gab, dass den Namen eines Mitglieds von ihnen trug.
So kalt und hart das Leben für Abb wurde, als auch der Vater starb und er die geliebte Heimat verlassen musste, er selbst wurde es nie.
Es ist so leicht den Draufgänger in ihm zu sehen, der sein eigenes Leben riskiert, weil es nichts mehr gibt, was er verlieren könnte. Den Jungen, der bis heute nicht in der Lage ist eine Mahlzeit in Ruhe zu sich zu nehmen, der durch das Leben im Waisenhaus und später auf der Straße geprägt wurde und wo jede Mahlzeit ein Kampf ums Überleben war. Ihm ist in seinem Leben nie etwas geschenkt worden, was materiellen Wert besaß. Alles, was er bekommen hatte, war Liebe und ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Natürlich war es schmerzhaft, als ihm auch dies letztlich noch genommen wurde und die kalte Welt seine Heimat wurde, in der ein Straßenjunge keine Bedeutung oder Beachtung fand. Zu schnell musste er lernen, sich mit Fäusten zu wehren und sich durchs Leben zu beißen. Es wunderte wohl kaum einen, dass er stärker als viele andere seines Jahrganges waren, weil der Kampf sein Leben bestimmt hatte. Sein Überleben gesichert hatte. Und gleichzeitig war es der düster drein wirkende Junge, der sich einen Namen als der Sanftmütige machte.
Der keinen anderen Kadetten von der Brücke stieß um einen Vorteil zu erlangen, ganz im Gegenteil. Der seine Hand ausstreckte um ein junges Mädchen vor dem Tod zu bewahren. Das Gute war noch immer in seinem Herzen geblieben, als er ihr das Mantra seiner Familie ins Ohr flüsterte: “Wir schaffen das.”
Seine Familie hatte er verloren, doch nie die Hoffnung und er baute sich eine neue, eigene Familie auf, die aus Freunden bestand. Anders und doch der Zusammenhalt und die Liebe, die ihn die ersten Jahre seines Lebens begleitet hatten. Und das ewig weitergegebene Mantra: Wir schaffen das.
Wir! Weil wir gemeinsam stark sind, weil wir eine Familie sind, weil wir Reiter sind.
Die selbst gewählte Familie, die er mit seinem Leben beschützt. Der mit seinem Drachen Bee in kurzer Zeit ein eingespieltes Team wurde, sich ergänzen mit strategischen Denken von Bee und furchtlosen Manövern von Abb.
Als Kind wollte er ein Held werden. Heute, will er nicht vergessen, woher er kommt und wer er ist.
20 Ingameposts | 14.04.2025, 21:37
Militär Navarre
gespielt von Miri
30 Jahre
Reiterin
Frankenstein


Dein Lachen ist ganz laut, wird begleitet von 'nem Augenrollen. Spinner, murmelst du tonlos. In Basgiath machen sie noch Witze darüber, dass man dich nicht provozieren soll, das Monster wecken. Den Kraken, den Drachen, da gibt’s eintausend Witze drüber und du rollst immer mit den Augen. Das sagen sie, weil du eigentlich nie aus der Haut fährst und weil sie denken, dass wenn du’s tust, dass die Explosion dann riesig sein muss.
Stimmt auch.
Du kannst aus der Haut fahren, richtig wütend werden. Zuschlagen, am liebsten mit der Faust. Wobei dir ein Tritt auch immer gut gefällt (wenn du ihn austeilst). Ist die Sache mit dem unterschätzt werden, die dir nicht passt. Kannst von dir behaupten bisher jeden eines besseren belehrt zu haben, der dich unterschätzt hat. Musst im Training einmal zu oft hören, dass es schön wäre, wenn dein Ehrgeiz immer gleich gigantisch wäre und nicht noch ein bisschen größer, wenn man dich provoziert. Aber da lachst du schon wieder; egal.
Zu klein, zu friedfertig, zu lieb — von wegen.

Du bist all das.
Vor allem lieb(evoll). Hindert dich nicht dran das andere auch mit zu bringen, du bist schließlich nicht ohne Grund Reiterin geworden.
Aber und das aber ist hier besonders groß,
aber du bist auch die Sorte Reiterin, die man gern zeigt. Das nette Gesicht, die freundliche Ader, jemand die schon mehr Vertrauen ausstrahlt als ein Drache das normalerweise tut. Dir fällt’s leicht auf Menschen zuzugehen, sie in dein Herz und in deine Arme zu schließen. Kannst da sein, zu hören. Immer wieder geben, geben, geben ohne davon müde zu werden. Bist Hüterin von Geheimnissen und Sorgen. Bist diejenige, die man aufsucht, wenn’s schwer um’s Herz wird, weil es sich immer ein bisschen anfühlt wie nach Hause kommen, wenn du anfängst zu lächeln. Weil du’s leicht machst.

Dein Vater würde sagen, dass du da ganz nach deiner Mutter kommst, Francis. Mit aufgestützten Armen, eine richtige Macherin, ein richtiges Stehaufmännchen und dabei aber immer das Wohle anderer im Kopf. Du wirst rot, wenn du das hörst. Macherin, ein Wort worüber du gerne die Augen rollst. Doch manchmal wenn du die Schürze trägst, ein bisschen Mehl im Gesicht, so herzlich über dich selber lachst, dann siehst du sogar aus wie sie. Und darüber rollst du nie mit den Augen.

Für die meisten deiner Freunde bist du eher Frankie. Die gute Seele, die man gern um sich hat und der man die Traurigkeit nicht wirklich ansieht. Du bist Leichtigkeit und Verliebtsein ins Leben. Wenn du über dieses, oder jedes redest, wenn du dich verlierst in Geschichten und laut über die Witze anderer kicherst, gackerst, schreist. Du bist Hände ganz fest drücken und Freunde zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange geben.
Du bist immer nah, immer dicht dran, weil du’s so am liebsten magst, weil’s sich so immer anfühlt als würde dein Herz nicht alleine schlagen.
26 Ingameposts | 22.06.2025, 14:33
Militär Navarre
gespielt von Josi
23 Jahre
Reiter
Zu jammern hat das Leben noch nie besser gemacht. Das ist zumindest meine Meinung, eine Situation wird nicht besser, vermeidbarer, weniger schwer oder nervig nur weil man sich beklagt, aber man kann selbst besser werden, wenn man einfach die Zähne zusammenbeißt, durchzieht und kämpft. Vielleicht macht mich diese Ansicht zu einem herzlosen Arsch und dass ich mich beinahe wahllos herumhure zu einer treulosen Bitch, aber dafür weiß man bei mir immer, woran man ist. Ehrlichkeit ist auch eine Stärke.

Dubhláin Drymos, der x-te Reiter in unzähligen Generationen einer Familie, die sich dem navarrianischen Militär verschrieben hat. Wie sie sehe auch ich es als Ehre an, mich lebenslang zu verpflichten. Wahrscheinlich geh ich dabei irgendwann drauf, aber noch ist das nicht passiert und nur, weil man irgendwann sterben wird, muss man es ja niemandem leicht machen. Mir hilft es, keine Angst zu haben, um mich in dieser Welt zu behaupten und ich hab's mit meiner Einstellung immerhin bis zum Geschwaderführer des 3. Geschwaders gebracht. Ja, ich bin stolz drauf, auch wenn diese Verantwortung für Andere mich manches Mal mehr herausfordert, als die Kämpfe auf der Sparringmatte. Es fordert mich, meine persönliche Meinung zu manchem Individuum hinten anzustellen und überfordert mich manchmal, fair zu sein. Ich achte den Kodex und die Rangordnung, aber nicht unbedingt... Freundlichkeit. Die sieht so oft nach Schwäche aus. Ich bin im politischen Kontext überaus loyal, der Krone und dem Land gegenüber und wähle im Privaten sorgfältig, wem ich mich verpflichte. Meiner Familie. Meinem Drachen. Meinen Freunden.

Auf ganz besondere Weise meiner Tochter, die in Blenanchor bei meiner Familie aufwächst und die... erstaunlich wenig leisten muss, damit ich stolz auf sie bin, nur wachsen, am Leben bleiben, bis ich sie wieder besuchen kann, dann nach meinem Seniorjahr. Ich erwähne sie vielleicht nicht oft, weil mir viel zu bewusst ist, dass sie mein Schwachpunkt ist, aber damit, dass ihre Mutter, meine Verlobte, nun als Rookie das Jahr begonnen hat, ist eine gewisse Verbundenheit kaum zu übersehen. Wir sind kein Liebespaar, kein Happy Ever After, aber wir sind ein Team, Verbündete über eine körperliche Anziehung hinaus.

Das ist einfach, andere Beziehungen sind emotional schwierig. Oder vielleicht ist emotional einfach ein bisschen schwierig. Mein Bruder ist meine engste Bezugsperson und doch ist unser Verhältnis gerade angespannt. Ich würd's gern ändern, aber hab noch nicht geblickt wie. Genauso wie ich meine Siegelkraft noch lange nicht vollkommen verstanden habe. Im Gegensatz zu anderen scheitere ich nicht an einer zu großen inneren Abwehr, anderen Menschen weh zu tun, wir leiden alle Schmerzen auf die eine oder andere Art... aber mir mangelt es an Kontrolle und das hat sich schon als Problem erwiesen, dann... wenn es die falsche Person trifft, im falschen Moment, unkontrolliert.
55 Ingameposts | 21.05.2026, 17:08
Basgiath War College
gespielt von Jella
27 Jahre
Fliegerin
Mein Blick gleitet über die Akte zwischen uns. Akte 349 steht oben, in klaren dicken Lettern darunter mein Name. Rowena Averan. Niemand hat notiert, dass man mich im engeren Kreis nur Wren nennt oder wer meine Familie eigentlich ist. Es gibt nur die Benennung der Akte und meinen Namen. Ich hebe den Blick von dem Umschlag zum Gesicht mir gegenüber. Ich weiß nicht, was alles in der Akte steht, aber ich bin mir sicher ich werde zumindest Teile heute herausfinden. Also lächle ich freundlich, bin froh, dass ich meine langen Haare heute morgen zurückgebunden habe und meine Uniform frisch gebügelt ist. Professionell, aber nicht einschüchternd ist der Eindruck den ich machen will. Ich will ernstgenommen werden, auch wenn ich weiß, dass ich auf den ersten Blick nicht aussehe, als wäre ich zur Fliegerin geboren. Ich bin schmal, zierlich, trotz mittlerweile jahrelangem Training nicht wirklich muskulös. Ich strecke meine Schultern durch und warte. Warte darauf, dass man mich zu irgendetwas befragt, aber man bietet mir nur Kaffee an. Ich nehme das warme Getränk an, auch wenn es wohl kaum etwas gegen meine Anspannung tun wird. „Leutnant Averan, wir wollen heute über ihre Stationierung sprechen“, beginnt die Frau mir gegenüber mit einem Lächeln. Meine Stationierung. „Wir wissen, dass Sie eigentlich einen anderen Wunsch eingereicht hatten.“ Es stimmt, dass ich eigentlich gerne an die Grenze zu den Ödlanden gegangen wäre. Ich bin schließlich Fliegerin geworden, um unser Land zu beschützen und so schwierig unser Verhältnis zu Navarre auch ist, empfinde ich die Veneni derzeit als größere Bedrohung. „Wie ist es Ihnen seit Ihrem Abschluss ergangen?“ Ich blinzle. Ich habe nicht um dieses Gespräch gebeten, also kann es nur ein Versuch sein, Mitarbeiterinnenführung zu betreiben. „Ich gehe dorthin, wo ich gebraucht werde.“ Professionell und respektvoll. „Und in meiner Schwadron und auf dem Schiff ist meine Gabe recht nützlich.“ Ich bin nicht mehr ganz so frisch. Ich bin 27 Jahre und weiß langsam deutlicher, was ich will. Beispielsweise meinen Kameradinnen und Kameraden eine echte Hilfe zu sein. Sie haben mich nie anders behandelt. Wir wissen alle, dass sie es könnten.

„Und Ihre Eltern?“ Ich schweige, aber spüre wie die Anspannung unweigerlich in meine Kiefer zieht. „Die sind weiterhin in Draithus, dementsprechend muss ich für Besuche nicht allzu viele Urlaubstage opfern.“ Ahne, dass das nicht das ist, was sie wissen wollte. Es ist kein Geheimnis, dass die Averans bisher keine Fliegerinnen und Flieger hervorgebracht haben. Zumindest keine, deren Namen man behalten hat. Meine Familie ist bekannt für ihren Großgrund vor Draithus und in ganz Krovla. Einflussreiche Händler nennen sie uns, aber ich könnte auch einfach sagen, ich gehöre nicht mehr dazu. Mein Nachname erscheint mir seit geraumer Zeit nicht besonders hilfreich für die Wege, die ich gehen möchte. Wege, die sich nicht so leicht gehen lassen, wenn der eigene Nachname in die wichtigen Handelsabkommen mit Navarre verwickelt ist. Wenn der Einfluss bis in die Politik reicht und schlussendlich wohl auch dafür gesorgt hat, dass ich auf dem Schiff gelandet bin, anstatt an der anderen Grenze. „Sehr hilfreich, die Familie so nah zu haben.“ Ich verstehe nicht wirklich, was das zur Sache tut, aber ich nicke lediglich. Hilfreich, aber auch erdrückend. Ich liebe meine Eltern, aber wär‘ ihrem Geschäft gern schon vollends entwachsen. Ich würde ihren Einfluss gern ablegen, auch wenn ich weiß, dass er ein Privileg ist. Bin trotzdem zu oft Averan und nicht Wren. In meiner Schwadron ist’s anders. Da sehen mich die Meisten einfach nur als Soldatin. „Ich bin gerne auf See.“ Mein Versuch das Thema wieder umzulenken. Auf das Wasser, welches mich fasziniert. Auf die Weiten, die mich anderes vergessen lassen. „Und ich lerne auch die Grenzen der Telepathie auszutesten.“ Bis nach Draithus reicht man Radius lange nicht, wenn wir weit rausgefahren sind. Aber auf andere Schiffe. Oder an die Küste, wenn wir uns nähern. Es ist praktisch, auch wenn es sich an manchen Tagen noch immer seltsam anfühlt, telepathische Verbindungen mit anderen aufzubauen. Mein Gegenüber schlägt die Akte auf und notiert etwas. Ich lächle wieder, als sich der Blick zurück zu mir hebt.
27 Ingameposts | 02.06.2025, 19:39
Militär Poromiel
gespielt von Miri
36 Jahre
Reiter
Vier Schritte Sicherheitsabstand.

Es fühlt sich an, als wäre zwischen dir



und dem Rest der Welt immer vier Schritte Abstand. Dabei und — irgendwie auch nicht. Der vermeintliche Schutzschild den du dir selber aufgebaut hast, entpuppt sich wieder und wieder als Glasglocke. Dicke Wand zwischen dir und dem Rest der Welt. Siehst alles was da ist, nur die Luft hier Drinnen, die ist immer die Selbe.

Jemand lacht, aber es klingt weit weg.

Dass du mitlachst ist — selten. Dass du scherzt beinahe noch seltener. Brauchst mit Menschen immer noch einen (oder vier) Moment(e) länger. Dein Blick immer erstmal skeptisch, kritisch. Abwartend, weil da überall Gefahr lauert, zumindest in deiner Welt. Vermeintliche Bedrohungen. Jeder Witz könnte auch eine Spitze sein, jede gereichte Hand auch ein Messer halten. Ist dein Vater, der da in deinem Hinterkopf sitzt, die Augenbrauen für dich zusammenzieht, wenn du es nicht schon wie von alleine tust. Skeptisch. Abwartend. Immer noch 'nen Meter entfernt. Sicherheitsabstand, da ist er wieder. Schwer zu erklären, die Wut, den Frust, die Angst, die da mitschwingt. Schwer mehr zu sein als pampige Antworten, Drohungen, Aggressivität. Der Geduldsfaden so dünn, dass immer irgendetwas am reißen ist. Du, meistens. Drückst alles so weit runter, das Wort Passivität, was alles zustopft, bis hier und da etwas gewaltsam hochschießt.

Eins, ausfallend werden.
Zwei, zuschlagen.
Drei, Abstand gewinnen.
Vier, Reue.


Dabei könntest du mehr. Mehr als funktionieren, mehr als immer die selben Abläufe. Mehr als den selben kleinen Kreis am Rande der Kuppel, die Schrittanzahl auswendig gelernt. Außerhalb der Komfortzone? Dafür müsste man Komfort erstmal kennen. Ist nicht so, dass du’s nicht auch gern anders hättest. Manchmal. Nicht die dreitausend Stöcke im Arsch und ganz sicher nicht hinterher nochmal drüber nachdenken, wie etwas wirklich gemeint war. Sind immer zwei Optionen, das alte, oder was neues wagen, ausprobieren, doch weitergehen als gedacht. Und dann nur der eine Sekundenbruchteil bis du wieder beim immer gleichen bist. Den vier Schritten Abstand, der Distanz, die du nicht überwinden willst kannst.
497 Ingameposts | 01.04.2026, 09:29
Militär Navarre
gespielt von Lini
51 Jahre
Reiter
Ich werde Navarre auf dem Rücken eines Drachens beschützen! Ein Satz der nicht deine Lippen verlassen hatte in deiner Kindheit, sondern die deines großen Bruders. Es war sein Traum eines Tages Drachenreiter zu werden, du hattest dir über deine Zukunft noch keine Gedanken gemacht. Drachen fandest du immer… furchteinflößend. Besonders, als du mal einen gigantischen Drachen mit dunkelbraunen - fast schwarzen - Schuppen gesehen hast, der knapp über deinen Kopf hinweg flog. Der Schwertschwanz größer als du selbst. Dennoch fandest du sie auch faszinierend. Dir war noch nicht bewusst, dass dir dieser Drache nochmal begegnen würde. Einige Jahre später. Denn nachdem deine Eltern und schlussendlich auch dein großer Bruder gestorben war, warst du allein auf der Welt - allein in einer Pflegefamilie, de dich nur als Geldquelle sah und sich nicht kümmerte - und du hattest den Entschluss gefasst den Traum deines Bruders weiter zu leben: Drachenreiter zu werden. Niemand hatte dich darauf vorbereitet wie hart die Ausbildung sein würde. Niemand hatte dir das Kämpfen beigebracht. Du kanntest Kämpfe von deinem Überleben auf der Straße mit deinem Bruder und schließlich alleine, aber richtiges Kämpfen war dir fremd. Somit warst du zu Beginn deiner Ausbildung auch einer der schlechtesten Kadetten, dennoch hattest du dich durch gebissen. Denn an Ehrgeiz und dem Willen zu überleben hatte es dir noch nie gemangelt. Genauso wenig an Wut darüber, dass man dir deine ganze Familie genommen hatte und du alleine warst. Deine Wut spiegelte sich in deinen Kämpfen wieder, weshalb du auch - besonders gegen trainierte Kadetten - eher nicht so eine gute Figur machtest.

Eher durch ein Wunder überlebtest du bis zur Präsentation und da sahst du einen dir bekannten Drachen wieder - oder zumindest warst du dir relativ sicher sie zu erkennen. Als könntest du so eine gewaltige Gestalt vergessen. Dann kam das Dreschen und du machtest dich auf die Suche nach ihr. Nicht, weil du glaubtest, dass sie dich binden würde, sondern, weil du sie in Gänze sehen wolltest. Sie hatte dich fasziniert. Du fandest sie. Auf einer Lichtung, nicht zu übersehen mit ihrer gewaltigen Gestalt. Reckte den Kopf in die Luft und beachtete dich offensichtlich nicht, während du fasziniert den Drachen ansahst. Als ihr Schwertschwanz auf dich zugerast kam, hast du mit deinem Leben abgeschlossen, aber du hast einen Drachen von ganz nah gesehen und es hat etwas in dir verändert. Doch der Angriff war nicht dir bestimmt sondern einem Kadetten hinter dir der dich angreifen wollte. »Du musst aufmerksamer werden.«, raunte eine weibliche Stimme durch deinen Kopf. »Steig schon auf.« Nochmal diese Stimme, nachdem du unsicher warst, ob die Stimme von ihr kam. Du musstest dich abmühen das erste Mal auf ihren Rücken zu klettern und kaum warst du oben, durchflutete dich ein Gefühl. Ein Gefühl, dass du kein kleines Licht mehr warst. »Halt dich fest.« Und es ging los. Der Start eines neuen Abschnittes. Als du das erste Mal mit Sìth durch die Lüfte flogst. Du dachtest an deinen Bruder, der dieses unglaubliche Gefühl niemals erleben würde. »Lass die Vergangenheit hinter dir. Deine Zukunft wartet.« Sìth‘ Stimme wurde dir so vertraut wie deine eigene. Sie war Familie für dich - zumindest von deiner Seite aus, wusstest du doch, dass Drachen diese Form der Bindung nicht mit Menschen eingehen.

Lange hat es gedauert, bis deine Siegelkraft sich manifestiert hatte. Du hattest fast schon Angst, dass das gar nicht passieren und die Magie dich umbringen würde. Deine Siegelkraft gab dir die Fähigkeit den Ausgang von Kämpfen und Schlachten zu sehen und kaum hattest du sie manifestiert, hattest du noch mehr Ehrgeiz entwickelt, besser zu werden. Stärker. Gefürchteter. Und genau das wurdest du mit den Jahren. Du hast gelernt deine Siegelkraft und die Magie die Sìth dir zuteil werden ließ zu perfektionieren und zu verstehen. Du wurdest besser, mit jeder Vision die sich dir bot und die dir half zu verstehen, Kämpfe zu deinen Gunsten zu lenken. So weit, dass man mittlerweile munkelt, dass du nicht zu töten seist, weil du jeden Kampf und Handlung vorher siehst. So präzise ist deine Siegelkraft nicht, aber du lässt andere gerne im Glauben und nach all den Jahren bist du auch gut darin geworden Dinge deutlich öfters korrekt zu interpretieren und die Puzzleteile der Visionen zusammen zu fügen, als es früher der Fall gewesen war. Nach deinen anfänglichen Schwierigkeiten in den Reihen der Reiter, wurdest du mit dem Manifestieren deiner Siegelkraft zu einem effizienten und tödlichen Gegner. Durch deine Frau, lerntest du dich in gehobenen Kreisen zu bewegen, deine Stärken noch besser einzusetzen und dir einen Namen zu machen, sodass du in recht kurzer Zeit die Karriereleiter des Militärs nach oben geklettert bist. Du hast dich als Anführer bewiesen, als Führungsperson und als einer der loyalsten Personen des Königreiches gegenüber dem Königshaus.

Die größte Ehre und Erfüllung deiner Loyalität folgte als du im Sommer 626 n.V. vom König zum Commanding General befördert wurdest. Stolz machte sich in deiner Brust breit und du wusstest, dass es nicht nur dein Stolz war, sondern auch Sìth‘, die mindestens genauso stolz darüber war wie du selbst. Du hast diese Aufgabe mit der gleichen Entschlossenheit angetreten wie seit dem Tag, als du den Viadukt überquert hattest. Mit Härte und ohne Gnade bekleidest du die Position, triffst harte Entscheidungen. Eine der härtesten sollte dich 628 n.V. erwarten, als du - nach Monaten der unklaren Visionen und Fetzen derer - notwendiges Militär mobilisiert hast, um Aretia dem Erdboden gleich zu machen, genauso wie die Rebellion, kaum als sich das Bild für dich klar ergab und den Verrat offenbarte. Dies war auch der Grund wieso die öffentliche Hinrichtung der noch lebenden Verantwortlichen durch geführt wurde. Du und das Königshaus haben die Verschonung der minderjährigen Kinder der Rebellen als Gnade verkauft und gleichzeitig wurden sie gezwungen dem Reiterquadranten beizutreten. Vielleicht auch mit ein wenig Hoffnung, dass es sowieso nicht alle schaffen würden - nicht nur auf dem Viadukt oder Gauntlet, sondern auch, weil genügend Kadetten im College waren, die Verluste aufgrund ihrer Eltern hatten erleiden müssen.
12 Ingameposts | 21.07.2025, 12:19
Militär Navarre
gespielt von Hanna
22 Jahre
Reiterin
0 Ingameposts | 28.08.2026, 10:14
Basgiath War College
gespielt von Jasmin
21 Jahre
Reiterin
Eigentlich hast du ein schönes Leben gehabt. Du bist in eine gut behütende Familie aufgewachsen, dein Vater zählt zu den reichen und angesehenen Kaufleuten, er hat schnell herausgefunden, an wen er seine Waren verkaufen muss, um gut Geld zu bekommen. Früher hat er als Bauarbeiter (bei der Firma seines Vaters) gearbeitet, wodurch er sich den Rücken kaputt gemacht hatte. Dadurch fiel sein Wunsch ein Drachenreiter zu werden ins Wasser. Ihm war bewusst gewesen, dass er so nicht lange überleben wird. Deine Mutter konnte ihren Wunsch anderen Menschen zu helfen nachgehen. Sie ging in den Heilerquadranten und blieb auch bei diesem Beruf. Immerhin lernte sie so deinen Vater kennen, der zu ihr in die Heilstätte kam. Es ist klischeehaft, doch für beide war es Liebe auf den ersten Blick. Es ging auch alles sehr schnell und schon nach der Hochzeit kam dein erster Bruder auf die Welt, danach dein zweiter und am Ende bist du dann geboren. Ihr habt ein perfektes Familienleben geführt, deine Brüder trainierten für den Reiterquadranten, während du von deiner Mutter darauf vorbereitet wurdest, eine Heilerin zu werden. Eigentlich hilfst du auch gerne anderen Menschen und hast dich für ihren Beruf schon immer interessiert. Doch insgeheim war da auch das Verlangen eine Drachenreiterin zu werden, doch von der Familie deiner Mutter gehörte es sich nicht. Da sollten nur die Männer ein Drachenreiter werden und die Frauen waren für den Haushalt zuständig, sowie das Kümmern, um die Familie und als Beruf kam nur Heilerin infrage. Für sie war es nicht schlimm diesen Beruf zu machen, denn sie hat schon immer gerne anderen Menschen geholfen. Die Drachen haben dich schon immer fasziniert, hast die Reiter gerne beobachtet, wenn du nebenbei gelernt hast. Jedoch hast du dich eigentlich für den Weg entschieden, anderen Menschen zu helfen, in dem du eine Heilerin wirst.
Manchmal treffen jedoch dann unerwartete Schicksalsschläge ein. Eine Rebellion startete gegen das Königshaus, wodurch es zu einem Krieg kam und es gab viele Opfer. Eine davon war deine Mutter, sie arbeitete zu diesem Zeitpunkt in der Heilstätte in Aretia, was durch einen Angriff einstürzte. Sie lebte eigentlich ja bei euch, in Callydr, doch sie wurde gefragt, da ein wenig auszuhelfen. Am Anfang hatte sie da sogar gearbeitet, bevor sie deinen Vater kennengelernt hatte und hatte daher auch noch Freunde da.
Es gab kaum Überlebenden und wenn dann waren sie körperlich davon für ewig gezeichnet. Man fand deine Mutter tot vor. Natürlich brach eine Welt für euch alle zusammen, sie war quasi der Stützpunkt eurer Familie. Es dauerte natürlich eine Weile, bis ihr alle es wieder zurück zum Alltag schaffte. Wobei es noch heute Momente gibt, an denen ihr an sie denken müsst. Du hast immer mit ihr über alles geredet, egal was es war und nun ist sie weg. Die Traurigkeit wandelte sich langsam in Wut um. Du bist wütend auf die Rebellen, nur ihretwegen ist deine Mutter tot. Du hast dir geschworen, dass es nie wieder soweit kommen darf und das kannst du nur schaffen, in dem du in die Offensive gehst. So hast du deinen Dad darum gebeten, eine Drachenreiterin zu werden. Natürlich hat er zunächst gezögert, aus Angst dich zu verlieren, denn viele sterben schon beim Viadukt. Jedoch ließ er es zu, denn er weiß, du bist zäh und lässt dich nicht so leicht unterkriegen. Er hat dir einen Trainer besorgt, genauso wie deine Brüder damals einen bekommen hatten.
Es wäre gelogen, wenn der Viadukt eine Leichtigkeit für dich gewesen wären. Es gab sogar einen Augeblick, da hast du kurz gedacht, es wäre nun vorbei mit dir. Aber nein, du hast es geschafft und schlägst dich seitdem gut. Schon zur Schulzeit hast du dich immer auf deinen Arsch gesetzt und gelernt. Genau das Gleiche tust du im Reiterquadranten, bist inzwischen sogar 1. Offizierin vom 2. Geschwader Klauenschwarm 1. Staffel und willst in deinem letzten Jahr natürlich Staffelführerin werden. Dafür nimmst du sogar in Kauf, dass du zu den Gezeichneten nett sein musst. Du kannst sie natürlich nicht leiden, denn durch ihre Eltern hast du keine Mutter mehr. Am Anfang war es dir nicht leicht gefallen, dein Unmut ihnen gegenüber dir nicht anmerken zu lassen. Inzwischen hast du es jedoch gut drauf, musst ja nur während es Trainings mit ihnen etwas zu tun haben. Du hast ja zum Glück Freunde hier, somit bist du nicht alleine. Und dann ist da noch dein Drache Undra, du kannst mir über alles reden, sie hört dir zu. Sie ist allgemein eher von der stillen Sorte, die lieber zuhört und nicht viel redet. Natürlich ist dir klar, dass sie kein Familienmitglied ist und du bist für sie einfach nur ihre Reiterin.
13 Ingameposts | 04.09.2025, 23:04
Basgiath War College
gespielt von Josi
56 Jahre
Reiter
Was stimmt mit ihm nicht? Dem Trevalion, der sich einfach weigert, sich wie einer zu benehmen. Kein geschliffenes Benehmen, kein tadellos höflicher Tonfall, kein politischer Ehrgeiz, keine kalte Perfektion, einzig das Ego trägt er wie alle Vertreter seiner Familie vor sich her. Rhys nutzt die Vorteile, die es ihm bringt sich adelig, Bruder eines Grafen nennen zu können, durchtritt die Türen die es ihm öffnet und fliegt doch nicht allzu selten durch eben jene hochkant wieder hinaus. In 56 Lebensjahren gibt es kaum einen Skandal, den man ihm nicht nachsagen kann. Trunkenheit, Schlägerei, Affären. Die Feierlichkeiten auf denen man dem Exzess nachgegeben hat, unzählbar, die Frauen mit denen man eine schöne Nacht verbracht hat, ebenso, nur die Namen an die er sich noch erinnern kann, die kann Rhys vermutlich an einer Hand abzählen (und vergibt als Alternative sich die richtigen zu merken, nur zu gern von Herzen kommende Spitznamen an die schöne Damenwelt). Da war nie viel was Bedeutung hatte, außer das Hier und Jetzt, der Moment, das volle Gefühl von Leben und Ignorieren aller Konsequenzen. Seine spontanen Entscheidungen sind oftmals nicht die besten oder vernünftigsten und trotzdem prägt eine gewisse Sprunghaftigkeit sein Wesen, Entscheidungen, die geändert werden, Prioritäten, die sich verschieben, Emotionen die umschlagen wie das Wetter. Das Glück ist mit den Dummen, sagt man, dabei ist er es nicht, nicht grundsätzlich. Gehört sicher nicht zu den großen Denkern, tut es einfach nicht so gern, aber ist nicht auf den Kopf gefallen auch wenn er lieber damit durch die Wand rennt, statt die Tür zu nehmen. Er weiß um seine vielen Fehler und trägt sie heut wie eine Rüstung, unter der ihm keiner etwas anhaben kann. Rhys schafft's trotzdem sich selbst regelmäßig zu überschätzen und dann aufs Neue zu scheitern, ein bisschen mehr Enttäuschung zu sammeln, die er mit sich herum trägt. Das Gefühl nicht in die Familie von Geburt zu passen, tut lange nicht mehr so weh wie früher. Sie passen eben auch nicht zu ihm, die Meisten, nicht alle. Dafür hat er Andere gefunden, die das tun. Freunde, Familie, Drachen. Ist Reiter, wie er alles macht in seinem Leben, mit ganzem Herzen, allen Emotionen und viel Kampfgeist. Hat im Dienst für sein Heimatland eine Sache gefunden, der er sich bereitwillig unterordnen und verschreiben kann, auch wenn's privat noch so viele unerfüllte Träume gibt, unerreichbar sind sie schließlich ebenso. Hat er früher hauptsächlich getrunken um seinen Vater zu verärgern, um zu provozieren und auszufallen und manchmal auch einfach aus Langeweile, ist der Alkohol heute eine willkommene Betäubung seiner Ängste und Zweifel, ein Mittel zur Beruhigung und Erdung, von dem er prinzipiell weiß, dass er ihm zu oft nachgibt und es wissentlich doch trotzdem tut.
25 Ingameposts | 15.05.2025, 20:39
Militär Navarre

Charakter suchen
Exakte Schreibweise: