Charakterliste
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gespielt von Berrie
40 Jahre
Flieger
Du wäscht deine Hände in Blut. Rot rinnt es deine Hände entlang, du betrachtest sie, sie glänzen kupfern im Licht des letzten Mondstrahls. Die Nacht war lang, der Tag wird länger. Irgendwann wird es dich heimsuchen. Werden sie Teil von dir; die Toten. Die Opfer, ihre Schmerzen, ihr Leid. Irgendwann tauchst du deine Hände nicht mehr in ihrem Blut, irgendwann sind es deine Tränen, die sich mit Dreck und Verzweiflung vermischen. Irgendwann wirst du mit der Erde verschmelzen, auf der du geboren wurdest. Blut zu Blut. Glaubst an das Schicksal, an die Götter und das Karma, glaubst, dass du zu viel Schlechtes davon anhäufst und glaubst, dass ein Leben nach dem Tod dir nur noch mehr Leid bescheren wird. Hättest den Frieden gewählt, hättest du geglaubt, die Wahl zu haben. Hättest die Reinheit des Wassers gewählt, fest daran geglaubt, als die Strömungen des Flusses sich unter dir in Wirbeln verschlungen haben. Heute wäschst du deine Hände in Blut und kannst doch nie das Gefühl von Ungerechtigkeit abstreifen. Die Beklemmung in dir lässt sich nicht mit einem Eimer beseitigen. In Rinnsalen läuft die Spur deines Versagens in die Ausläufer des Flusses. Kehrt zurück zu seinen Ursprüngen. Dein Blick folgt ihnen, lang noch. Über dir sinkt der Mond, macht der Sonne Platz. Du spürst die ersten Strahlen, sie kitzeln in deinem Nacken, dort, wo schmutzgetränkte Strähnen sich aus deinem Zopf gelöst haben. Streichst dir mit dem Handrücken über die Stirn und hinterlässt doch nur mehr Spuren von Gewalt. Du bist unrein, wirst dich niemals mehr in die Gewissheit der Unbedarftheit flüchten können. Hälst dich fest an der Moral, auch wenn du weißt, dass niemand von euch das Privileg dazu hat. Weil Moral euch nicht retten wird. Dich nicht und auch nicht jene, die du zu schützen ersuchst. Du brauchst keine Erlösung – oder vielleicht brauchst du sie doch. Wenn du zu den Göttern betest und doch nicht weißt, wofür. Für Frieden betest du, auch wenn dein Glaube längst in seinen Grundfesten erschüttert ist. Für Sicherheit betest du, auch wenn die Axt neben dir Bände spricht. Für eine Welt ohne Leid betest du nicht mehr. Für dein Seelenheil betest du nicht mehr. Denn du wäscht deine Hände in Blut, nicht mehr in Unschuld. Hast sie fahren lassen, lang bevor du dir dessen bewusst warst. Hast getötet, öfter als du zählen kannst und führst sie doch in deinem Herzen. Deine Opfer, die keine Namen mehr haben, keine Seelen. Weil du glauben willst, dass du eine hast. Weil du glauben musst, dass du eine hast. Auch wenn sie verdammt sein mag. Auch wenn du verdammt sein magst. Die Sonne lockt das Leben aus ihren Löchern. Du hörst es, wie es um dich erwacht. Während du deine Hände in Blut wäschst. Und von ihnen die Erinnerungen an Kämpfe, die du führen musst, aber nie führen willst.
4 Ingameposts | 11.05.2026, 11:24
Militär Poromiel
gespielt von Jella
31 Jahre
Reiterin
„Ich fall vielleicht hin, aber ich bleib nicht liegen.“ Galt damals einer Gegnerin auf der Matte, die sie zu Fall gebracht hatte und sich ihrem Sieg sicher glaubte. Sie stand auf und sorgte dafür, dass der Kampf anders ausging. Hinfallen und aufstehen – immer und immer wieder. Imogen Lovren hat das Aufgeben nie so richtig gelernt, auch wenn sie mittlerweile weiß, wann es im Trainingsszenario besser ist, eine Niederlage einzustecken. Als Sohn eines Reiters war das Schwarz, welches sie heute trägt, schon früh Teil ihres Lebens. Dabei war der Weg, den sie ging, nicht einmal unbedingt für sie vorgesehen. Sie hatte die Wahl und entschied sich doch für den Reiterquadranten. Für die Gefahr, für das Hinfallen und Aufstehen. Für die Herausforderung, die es ihr brachte. Dafür, dass sie den Weg ihres Vaters in aller erster Linie anders bestreiten wollte. Er war kein Vorbild, auch wenn sie sich nie davon freisprechen konnte, ihm in zu vielen Dingen zu ähneln. Die Folge des Lebens, welches sie geführt und welches sie sich ausgesucht hat, ist eine Härte gegenüber Gefühlen, die sie nur schwer ablegen kann. Ist in Imogens Selbstverständnis alles gut und in Ordnung, selbst wenn es sich emotional nicht so anfühlt. Man steht eben auch dann wieder auf, wenn man eigentlich lieber liegen bleiben möchte, weil man der Alternative keinen Raum gibt. Der lovrensche Optimismus ist in dieser Linie trockener Sarkasmus, kein wahrer Hoffnungsschimmer und sie lebt ihn. Seit Jahren.
Stein im Äußeren, Stein im Inneren, weil jeder Schutz auch bedeutet, dass von der anderen Seite ebenso nichts durchkommt. Ihr Ehrgeiz macht sie zu einer passablen Reiterin, deren Beförderung zum Captain ihr auch erste Verantwortung zuspielt. Es ist andere als eben jene, die sie im College hatte, auch wenn‘s schon immer irgendwie um’s Überleben anderer ging. Staffelführung, dann Geschwaderführung. Sie kann sich dem Gefühl von Stolz nicht entziehen, was auf Beförderungen folgte und auch immer noch folgt. Dabei geht’s heute auch um ihr Überleben. Das Leben als Drachenreiterin ist kürzer als das anderer. Das Leben ist trotzdem gut gelebt, wenn man vor allem die positiven Dinge in den Fokus schiebt. Ihre mangelnde Empathie macht sie zu keiner schlechten Freundin, schließlich bedeuten ihr Menschen etwas. Es macht sie nur nicht so feinfühlig für die kleinsten Regungen. Das kann auch gut sein. Weil’s ihr erlaubt über die spitze Zunge ihres Drachens hinwegzusehen. Kann auch gut sein, weil sie dadurch nicht jeden zwingt, über das zu reden, was beschäftigt. Und das tut sie selbst auch nicht gern. Aufstehen und weitermachen ist einfacher, wenn man’s nicht zerdenkt. Wenn sie es doch mal tut, dann wird alles seziert. Aufgeben ist auch in Bezug auf Menschen für sie keine richtige Option. Es gibt nur einen, von dem hat sie sich losgesagt, auch wenn sie seinen Nachnamen noch trägt. Und ja, sie fällt noch heute manchmal hin. Aber liegen geblieben ist sie bisher nicht.
20 Ingameposts | 22.04.2025, 17:11
Militär Navarre
gespielt von Berrie
49 Jahre
Reiterin
Du lebst in Strukturen, in Richtlinien, Maßgaben, Leitplanken. Sie ordnen dein Leben, deine Worte und deine Entscheidungen, dein Denken, dein Handeln und dein ganzes Sein. Sind die kleinen Details, die du suchst. Die Details, auf die es ankommt. Die ausschlaggebend sind, dass dein Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlägt. Bist ein Buch mit sieben Siegeln, machst keinen Hehl aus den Werten, die dich leiten. Loyalität ist dein Synonym, ist der Motor für alle deine Taten und der Weg, den du gehst, ganz gleich, welche Kosten er verursacht. Du glaubst so fest an dein Ideal, trotz oder gerade wegen deines Wissens. Dass du heute stehst, wo du stehst - und bist, wer du bist, hast du dir zu verdanken. Hast es dir erarbeitet, all das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. War kein göttergegebenes Privileg, keine seit Jahrhunderten andauernde Verpflichtung der Königsfamilie gegenüber, die dein Pflichtgefühl nähren würde. Gibt keine lange Ahnenreihe, deren stolze Schöpfe die aus Büchern entgegenrecken, gibt keine von Hause ausgeübte Indoktrination, die dich geformt hätte. Du hast deinen Weg selbst gewählt, Stein um Stein selbst gesetzt, jedes Hindernis überwunden, jeden Zweifel hinter dir gelassen. Geblieben ist eine Form von dir, mit der du selbst am wenigsten gerechnet hättest. Geblieben ist die Frau, deren Moral dehnbar ist. Eine Frage der Situation und Auslegung, aber kein festes Konzept, das Einfluss auf deine Entscheidungen hat.
Die Orden an deinem Revers werfen schimmernd bunte Farben, wenn die Sonne sich in ihnen bricht. Hast eine Menge davon, eine Vielzahl, die dich stolz machen sollte. Sie markieren dich als Mitglied des Nordgeschwaders, als ihre Geschwaderführerin. Kleine Zahlen, Buchstaben und Symbole, die deine Historie von über zwanzig Jahren im navarrianischen Militär bezeugen. Ein stetiges Mahnmal für all deine Taten im Dienste der Krone - im Dienste der Sicherheit deines Landes. Sie zeichnen ein Bild in Farben und Facetten, doch ohne Schattierung. Ohne das, was dich zu der Person macht, die diese Orden tragen darf. Keiner zeigt die Anzahl der Menschen, die durch deine Hand oder dein Wort ihr Leben gegeben haben. Keiner zeigt die Verantwortung, die du trägst, immer dann, wenn du deine Finger vorsichtig an fremder Menschen Schläfen legst und die warme Magie durch deine Fingerspitzen wabern spürst. Keiner zeigt die Schuld, die du über Jahrzehnte angehäuft hast. Sie alle zeigen nur das Beste von dir, während du nur im Innern mit dem Schlimmsten kämpfen musst. Du glaubst an den Wert all der Taten und daran, dass es sich irgendwann einmal lohnen wird. Bist fest verankert im System, das dich als leitende Hand auserkoren hat. Du kennst all die Geheimnisse, all die verschleierten Wahrheiten und geschwärzten Dokumente. Kennst die Schwierigkeiten und Herausforderungen, womit das schwächelnde Konstrukt zu kämpfen hat, kennst die Feinde von innen und von außen. War eine einfache Rechnung, die es brauchte, um zu erkennen, wohin dein Pendel würde schlagen müssen, um nicht mehr als das Überleben eines Reiches sicherzustellen. Sicherheit gegen Grausamkeit - du bist bereit, diesen Handel zu tragen und zu schützen, wo immer es nötig ist. Bist bereit, deinen Teil beizutragen und, wenn nötig, selbst Hand anzulegen. Generationen haben vor dir ihr Bestes gegeben, ihr Land und all die Menschen, die ihnen untergeben sind, vor dem Untergang zu bewahren. Du reihst dich in diese Pflicht ein, hast sie für dich angenommen und akzeptiert, bis heute nur einige wenige Male hinterfragt und doch den richtigen Pfad gewählt.
160 Ingameposts | 28.01.2025, 18:54
Militär Navarre
gespielt von Berrie
21 Jahre
Reiterin
Klopf, klopf – der Wahnsinn steht vor der Tür! Zähl’ durch, wie lange dir noch bleibt, doch Achtung, lang ist’s nicht mehr. Das Grinsen ist bissig, du kannst es hinter geschlossenen Lidern sehen. Die Stimme ätzend, fühlt sich wie Säure an auf deiner Haut. Sie ist laut, dröhnt in deinem Kopf, hallt von innen wieder, schaukelt sich von links nach rechts, immer weiter hinauf, bis nichts mehr von dir übrig ist. Du rennst so schnell du kannst, doch der Boden unter dir ist brüchig. Ein fragiles Fundament, jeder Schritt auf ihm einer zu viel und einer zu wenig. Kommst nicht voran, stehst auf der Stelle, stagnierst, obwohl alles in dir schreit, schreit, schreit. Da ist kein Ton, der deine Lippen verlässt. Sie sind versiegelt. Ein Film von Blut legt sich über sie, rinnt dir über’s Kinn, tropft auf den Boden. Zähne, die sich in die Unterlippe bohren. Fingernägel, die Halbmonde auf der Innenseite deiner Hand hinterlassen. Klopf, klopf, bist du noch du? Die Haare zum strengen Zopf geflochten, bietest du keine Angriffsfläche. Keine sichtbaren Schwächen, nur Stärke, nur Kraft, nur das wissende Lächeln auf deinem Gesicht. Du schaffst das. Dein Gegner ist größer, wiegt mindestens fünfzehn Kilo mehr als du. Du schaffst das. Duckst dich unter seinem Schlag weg; er ist langsam. Zu langsam. Du bist schnell, bist gut, bist besser. Er liegt auf dem Boden, ächzt und schnauft. Du stehst über ihm, nur einen halben Schritt entfernt. Sitzt auf dem Rücken deiner Drachin, die sich in den Himmel schraubt, als sei sie die Königin dieser Welt. Mit stoischer Gelassenheit überwindet ihr Meter um Meter, bis die Luft dünn wird. Du röchelst. Sie will, dass du aushältst. Du schaffst das. Eine Sekunde, noch eine mehr. Dir wird langsam schwarz vor Augen, deine Hände werden zittrig, als sie in den Sturzflug übergeht und Sauerstoff deine Lungen anreichert. Sie fordert dich. Das ist gut – denkst du. Denkst du einen Monat und dann noch einen. Dann wirst du skeptisch. Keine Magie in dir. Keine Feder, die du magisch führen kannst, kein Schloss, das du verstärken kannst. Sie lässt dich warten. Und warten. Noch einen Monat. Und noch einen. Bist eine der letzten in deinem Jahrgang, doch lässt dich nicht unterkriegen. Setzt dich durch. Du schaffst das. ist lauter. Versprich es. auch. Du hältst durch, wie du’s immer tust. Und dann: Klopf – Klopf. Ist ein schleichender Prozess. Nur ganz langsam beginnt es. In deinem Kopf. Da sind Gedanken, die du nicht gedacht hast. Oder? Da sind Gefühle, die du nicht fühlen solltest. Oder? Nur leise Ideen, die an der Oberfläche kratzen. Die an deiner perfekten Spiegelung nagen.
Emersyn flüstert die Stimme in deinem Kopf. Emersyn, du schaffst das. Nicht. Emersyn, du schaffst das nicht. Emersyn, du schaffst das nicht. Emersyn, du schaffst das nicht. Du schüttelst den Kopf energisch, deine Fäuste treffen auf Fleisch, auf Knochen, auf Körper, Blut, Blut spritzt um dich herum. Emersyn! ruft jemand. Du hörst nicht, wer. Emersyn! dringt an deine Ohren, als man dich von ihm zerrt. Du starrst auf deine Fäuste. Da ist Blut. Deines und seines. Oder? Emersyn, du schaffst das nicht. Emersyn – Emersyn – du schaffst das nicht.
19 Ingameposts | 05.05.2025, 10:50
Basgiath War College
gespielt von Jella
32 Jahre
Reiter
01. Oktober 633
Wer bin ich? Wer bin ich? Früher wollte ich immer alles reparieren. Dinge wie das liebste Spielzeug meiner kleinen Schwester, aber auch schwere Herzen, wenn mein Vater wieder gegangen ist. Wollte es leichter machen, anstatt schwerer. Ich glaube das will ich immer noch. Aber an manchen Tagen fühle ich mich heute selbst so schwer, dass ich nichts mehr nehmen oder geben kann. Fyon Eadhan. Reiter. Heilmacher. Großer Bruder. Irgendwann werde ich alles davon wieder besser sein.
34 Ingameposts | 22.06.2025, 12:46
Militär Navarre
gespielt von Maj
49 Jahre
Reiter
Sie platzt aus allen Nähten, die Akte, auf der mit Raoul Devi eigentlich ein sehr kurzer Name steht. Und genauso kurz und eindeutig hätte die dazugehörige Biographie auch sein sollen: Aufgewachsen im Südwesten von Tyrrendor fällte Raoul die Entscheidung, Reiter zu werden, früh – und im Kontrast zu seiner so feingliedrigen, fast künstlerischen Berufsausbildung. Es gab eine Partnerin, die diese Entscheidung mittragen konnte – und ihm nach dem College auch ans andere Ende des Landes gefolgt ist. Hochzeit, gemeinsames Kind. Hand in Hand hätten Schritte in Raouls Karriere und dem Leben seiner Tochter gehen sollen – aufwärts.
Psychologische Beurteilungen? Sie hätten zu Beförderungen dazu gehören sollen – statt sich darauf zu beziehen, inwiefern Raoul eine grundsätzliche Dienst(un)tauglichkeit attestiert werden könnte. Aber genau das findet sich in seiner Akte. Darin eingeschlossen die Frage, wie versehentlich oder absichtlich Raoul bereit ist, seine Siegelkraft gegen die eigenen Leute einzusetzen? Denn Siegelkräfte… der allgemeinen Vorstellung nach folgen sie der Kontrolle ihres Anwenders. Sie sind gerichtet – und wenn dann Reiter unter ihnen sterben, kann es nur eins sein: Die Schuld des Anwenders – in Raouls Fall allerdings nicht auch die Absicht. Die Gravitationsverzerrung ist bis heute eine Herausforderung für ihn, weil die Kraft genau das nicht ist: Kontrollierbar und zielgerichtet einzusetzen. Stattdessen ‚frisst‘ sie auch ihre eigenen Anwender, was gleichermaßen bezüglich Raouls körperlicher Leistungen gilt, wie es Einfluss auf seine Psyche nimmt. Schuld ist prägend darunter. Den verschuldeten Tod eigener Leute: Raoul hat ihn nicht verwunden. Dass er es war, der seine Familie im Stich gelassen hat: Raoul hat noch immer ein schlechtes Gewissen dafür; hat eine eindeutig gescheiterte Ehe – und kämpft nach Kräften darum, wenigstens eine gute Beziehung zu seiner Tochter (zurück)zuerlangen. Kämpft darum, seinen eigenen Leuten Führung und Schutz anzubieten – was sie manchmal gar vor ihm nötig hätten. Raoul ist ständig im Modus Befehlshaber, erteilt Anweisungen und bekommt Bericht erstattet. Über alles, wohl verstanden al-les. Die Ehe mag gescheitert sein, die Siegelkraft so unberechenbar, dass es allen lieber ist, wenn Raoul sie nicht einsetzt – doch alles andere… versucht Raoul, unter Kontrolle zu halten. Zu beherrschen. Auch das steht in den psychologischen Beurteilungen, die ihn nicht nur für diensttauglich befunden haben, sondern es auch für vertretbar hielten, ihn zum Staffelführer zu ernennen. Doch nicht die Tendenz, dies unbedingt richtig machen zu wollen, hat ihm die Beförderung mit Anfang 40 doch noch eingetragen, sondern der Unfall eines anderen. Der Umstand, dass in Keldavi vor sieben Jahren eine Einheit vollkommen neu zusammengestellt wurde und sich die Möglichkeit ergab, eine Einheit damit vertraut zu machen, mit – statt gegen – Raouls Siegelkraft zu agieren; und damit mehr Räuber als Soldaten aufzuhalten, die sich hier über die Grenze schlagen, morden und gar Menschen rauben – aber nach Cygnisen nicht verfolgt werden dürfen.
18 Ingameposts | 20.05.2025, 15:57
Militär Navarre
gespielt von Miri
45 Jahre
Reiter
Dir fällt es leicht — ruhig zu sein, gelassen. Tiefenentspannt, wenn du willst. Braucht meistens schon ein bisschen mehr damit du aus der Haut fährst, damit sich in deinem Gesicht ein bisschen mehr abzeichnet als das leichte Schmunzeln. Es scheint als könnte die Welt um dich herum untergehen, alles an Katastrophen passieren, die Ruhe würdest du nicht verlieren. Ein Schulterzucken (ist was?). Coolness, wie die Kinder sagen. Die Kinder, ha, seine, nicht deine. Es ist leicht der coole Onkel zu sein, der zwei, drei Kinder auf den Armen trägt als wär’s nichts. Der für jede Dummheit zu haben ist und Geschichten erzählt, die sie mit großen Augen verfolgen. Vom Leben auf dem Hof, deinem Vater mit den Tieren, den vielen Geschwistern und Cousins. Alles ist dann immer schön, aufregend. Nie schwer, weil vor Kinderohren muss es nicht schwer sein.
Leicht, alles so verdammt leicht. Es ist einfach sich im Chaos Zuhause zu fühlen, wenn man zwischen so vielen Menschen aufwächst, dass man manchmal nicht weiß wo man beginnt und der andere aufhört. Findest Gesicht um Gesicht, Freund an Freund, die du dichter und dichter lässt als würde es sich dann wieder anfühlen wie inmitten deiner Geschwister zu stehen. Es hilft ständig in einer Staffel zu sein, die wie Familie sein soll. Und es hilft Teil einer Familie zu sein, die eigentlich nicht deine Familie sein sollte (oder?). Egal. Nicht drüber nachdenken. Obwohl du’s tust. Immer, ständig. Der Kopf, der rotiert. Du bist zwei breite Arme, die jedes Problem nehmen, hochheben, zerdrücken. Warst Six, für deine Familie und wirst es für die neue wieder, der Spitzname kommt von selbst, wie ein Bumerang zu dir zurück. Sechs Leute, die du gleichzeitig bezwingen könntest. Sechs Jahre in denen du nie das Wort: Nein benutzt hast. Sechs Sekunden, die du brauchst um auf deinen Drachen aufzusteigen, Sechs Minuten um jeden deiner Staffel zum Lachen zu bringen — die Sprüche sind endlos; das bist alles du. Du bist beim Armdrücken gewinnen und lachen. Immer im Nahkampf, immer nah dran. Die zwei kurzen Äxte über Kreuz auf dem Rücken, weil es leicht ist. Leicht ist groß zu sein und ein bisschen finster zu gucken, was von Außen schnell alles erledigt. Dass es da Drinnen eher weich und ruhig ist, dafür muss man dich besser kennen. Besser für die Wärme und den Tierfreund, der jedem Vogel einen Namen gibt, mehr Hühner als Familie kennt und Eichhörnchen entdeckt, wo andere nur wackelndes Geäst sehen. Würdest dich nie als weich bezeichnen, nie als sanft, weil sich das Leben immer ganz anders angefühlt hat, ganz andere Worte dafür gefunden hat. Für die familiäre Liebe, die du kennst und so gerne weitergibst, für die Wärme, die da in dir schlummert, für die hoffnungsvollen Gedanken, die da hinter dem Stirnrunzeln hausen. Bist gerne mitten drin, ganz vorne dabei, das ist da wo man dich kennt, wo man dich sieht, wo man dich — erwartet. Nicht still, sondern laut. Nicht so sehr in deinem Zimmer, heimlich, mit den Büchern und den Notizen über alles mögliche, die bei ausgedachten Geschichten anfangen wo du dir die Charaktere aufschreibst damit du sie dir besser merken kannst und irgendwo bei Manövern für Flüge und Kämpfe enden. Liebst die Seifenopern und das Drama, das du manchmal zwischen den Zeilen findest. Vielleicht, weil du selber als der andere Mann inmitten einer Ehe so viel eigenes Drama hast, dass das erfundene dir irgendwie gut tut. Und du liebst ihn, das Gesicht, das all das kennt und der nie ganz dir gehört.
22 Ingameposts | 14.05.2025, 19:38
Militär Navarre
gespielt von alice
34 Jahre
Reiter
„Oh man, es ist nur Feuer!? Nichts Besonderes.“ — ist das Erste was du hörst, als du zum ersten Mal manifestierst. Der nächste dumme Kommentar, der zwei Tage später in die selbe Kerbe schlägt, kassiert versengte Haarspitzen, du erntest einen entsetzen Blick. Es stinkt nach Rauch, verbrannt, kurz ist alles (auch alles in dir) ganz still, dann fängt jemand an zu lachen; Eis gebrochen. Nur deins nicht, denn du brichst nicht. Vielleicht war’s dieser eine Tag, vielleicht ‘ne Mischung aus allen anderen Tagen, die danach kamen an denen irgendwas gebrannt hat (und die Welt brennt so verdammt schön, wenn du das Zentrum der Flamme bist) aber du lernst es schnell lieben; das Feuer und was du damit machen kannst und den Fakt, dass du diesen Waldbrand kontrollieren kannst, im Gegensatz zu dem, der unter deiner Haut alles verschlingt, wenn du wieder einmal Rot siehst. Und du siehst oft Rot. In der Schule eilt dir dein Ruf voraus, sorgt dafür, dass die einen einen Bogen um dich machen und die anderen versuchen, dir auf der Matte die Kehle durchzuschneiden — aber dein Ruf würde dir nicht vorauseilen, wenn das denn so einfach wär. Du bist nicht nur groß, das warst du schon als Kind, immer etwas größer als die meisten anderen und einem Alter und du bist stark, aber vor allem hast du nie gelernt auf- und nachzugeben. Dein Wille ist eisern (denn was Feuer nicht zerstört, das härtet es aus) und dein Überlebensinstinkt auch, da brennt etwas in dir und dies Feuer geht nicht aus.
Die harte Hand deines Vaters, so oft du sie als Kind verteufelt hast, hat dich zu einem Mann gemacht, dem man lieber nicht ans Bein pisst. Außer man hat wirklich Bock auf Stress, denn Stress kannst du verdammt gut. Du bist ein Pulverfass und deine Zündschnur ist kurz. Du fährst schnell aus der Haut, wenn man die richtigen Knöpfe drückt. Dein Stolz steht dir manchmal so dermaßen im Weg, dass du beinahe drüber stolperst. Fehler zugeben? Schwierig. Ein Valair macht keine Fehler, da fängt das Problem schon an. Dein Gemüt ist wie deine Siegelkraft: unberechenbar, wenn man’s nicht kontrolliert; ein falscher Windhauch und du drehst dich um 180 Grad (und kochst direkt auf 200), ohne dass man weiß wieso. Macht den Umgang mit dir nicht immer einfach, auch wenn’s in den letzten Jahren besser geworden ist. Du bist besser geworden, zumindest innerhalb deiner Staffel. Und du kannst witzig sein, charmant, man kann sich mit dir unterhalten, wenn du willst. Aber nur, weil du Befehlen von oben gut Folge leisten kannst, heißt das nicht, dass du ein Schaf bist, das Gott im Schäfer sieht. Du hast einen eigenen Kopf und der ist wirklich sehr speziell. Aber mit deiner Staffel bist du trotzdem gut zusammengewachsen — mit allen bis auf einen. Darüber hinaus — da steckt immer noch sehr viel von dem Jungen in dir, der mit 20 Jahren einen anderen vom Viadukt geschubst hat, einfach weil das Tradition in deiner Familie hat. Und Familie hat halt einen ziemlich hohen Stellenwert. Im Gegensatz zu Liebe, denn Liebe hat dich nicht groß gemacht, Liebe hält dich klein (und wenn’s dein Vater sagt, dann muss es stimmen). Schlimm genug, dass dein Drache da bis kurzem noch einer Meinung mit dir war, sich jetzt aber ausgerechnet an den Drachen dieses einen Reiters binden muss. Wie war das noch mit Bock auf Stress!? Und wie war das — Feuer ist nichts Besonderes?! Sagst du das auch noch wenn dir der Tod seine brennende Küsse quer über Brust haucht und sich mit Flammenzungen zwischen deine vierte und fünfte Rippe schiebt, solange, bis dein Herz verbrennt? Denn das ist, was ich mache.
435 Ingameposts | 26.03.2025, 16:02
Militär Navarre
gespielt von Miri
35 Jahre
Reiter
Heimaturlaub.
Mama legt ihre Hand auf deine, das hat sie schon gemacht als du noch klein warst, immer dann, wenn sie glaubte, dass du was ausbrütest. Du lächelst, sagst: alles gut, du Herz und stehst auf, streichst ihr über den Kopf. Ein Kuss auf ihr Haar bevor sie zu Bett geht. Gefahr abgewendet. Das kannst du gut. Deeskalieren. Eine Eigenschaft, die sie schon zu Schulzeiten an dir schätzen, selbst dann, wenn du zwei raufende Rookies mit Schatten voneinander reißt. Dann, wenn du in taktischen Besprechungen zeigst, was dir dein Vater alles beigebracht hat, dann wenn du weißt: besser nachgeben und abnicken als in den Sturm fliegen. Innerlich brodelnd. Sicher, aber das Lächeln, das bleibt, kämpft sich tapfer auf deine Züge (alles gut). Niemand ist dabei, wenn du später doch noch irgendwas gegen die Wand wirfst, wenn du fluchst, schreist, Schatten den Raum fluten, bis alles, alles, alles raus ist. Dann ist nicht alles gut, aber es ist kurz besser. Leben. Du bist charmant, lustig. Du sitzt mit den anderen zusammen, Schulter an Schulter. Spielst Karten und hast die Würfel in der Hand, du bist ein guter Verlierer, dann, wenn es um nichts geht. Der Ehrgeiz, der hinter deiner Stirn lauert, in morgendlichen Laufrunden steckt, der ist es der dich eigentlich bestimmt. Die Illusion, dass das nach der Schulzeit aufhört ist — dünn. Ambitionen bedeuten etwas anderes, wenn es darum geht das Land zu schützen, die Menschen zu schützen. Dein Antrieb so persönlich, so nah wie er nur sein könnte. Du kennst Verlust. Niemand fragt: was würden Sie tun um ihre Heimat zu schützen, weil die Antwort so sehr in dir brennt, dass kein Platz für fragen ist. Alles, du würdest alles tun. Du erklärst, zeigst, übst. In der Schule verbringst du mehr Zeit mit denen, die sich schwer tun, nicht das selbe hatten wie du. Da fließt die Zeit rein. Dein Vater wird später sagen, dass das gut war, eine schöne Idee um andere auf dich aufmerksam zu machen, sehen zu lassen wie gut und wichtig du für Navarre sein kannst. Er kommt nicht auf die Idee, dass du dich wirklich für andere interessierst, dass es dir gut tut zu helfen und dein Brustkorb vor Stolz schmerzt, wenn du siehst wie andere besser werden. Du nimmst das Lob trotzdem, die Anerkennung. Das Wissen, dass dein Name irgendetwas bedeutet, nicht nur in Verbindung mit deinem Vater, sondern auch mit dir. Mama ist stolz, wenn du erzählst wo du eingeladen bist, was die Staffel leistet von der du ein Teil bist, wenn du erzählen kannst, dass es Menschen gibt, die an deine Zukunft glauben. Man muss schon sehr genau hinsehen um in all dem die bittere Note zu entdecken. Wie sehr er in all dem drin steckt. Dem Wunsch anderen das zu geben, was er nie haben konnte, besser zu sein weil er’s gewollt hatte, anderen den Schmerz zu ersparen den du kennst. Alles für das kleine Bild in deiner Fliegerjacke, das niemand sieht. Fliegen. Deine Trauer findet einen gegenüber in ihrer. Wie eine Melodie, die aus deiner Leerstelle klingt und irgendwo hinter den Schuppen widerhallt. Da ist ein Verständnis füreinander, eine eigene Sprache, ein Empfinden, wie du es sonst nicht hast. Es ist besser, weit Oben in der Luft und es ist besser, wenn du dich konzentrierst, Muskeln angespannt. Dann denkst du selten an den der nicht ist. Nicht so wie Zuhause, oder Nachts in deinen Träumen, wo er überall ist, ist, ist. Dein Name in seiner Stimme klingt. Du hast keine Sprache dafür finden müssen, weil da einfach Verständnis ist. Sie ist diejenige, die sich nie Sorgen darum macht, dass die Schatten zu viel sein könnten, die echten, die unechten. Die mit dem gehässigen Lachen und die Gedanken ausspricht, die du hinter dem Lächeln, dem alles gut, versteckst.
429 Ingameposts | 26.03.2025, 21:40
Militär Navarre
gespielt von Jani
21 Jahre
Schriftgelehrte
Du kannst dich an deine Aufgabe in der dritten Klasse erinnern. Was möchtest du werden, wenn du groß bist? Hast dabei zugesehen, wie alle um dich herum angefangen haben zu schreiben. Wort um Wort. Zeile um Zeile. Nur du hast aufs Pergament geblickt und Leere in deinen Gedanken gefunden. Manche haben ihre Texte mit Zeichnungen verziert. Andere haben begonnen miteinander darüber zu sprechen. Und obwohl du nicht wolltest, hast du hingehört. Hast gehört, wie von Reichtum und Drachen geredet worden ist. Von Dichtern und Helden. Irgendwann hast du aufgegeben. Hast den einzigen Gedanken niedergeschrieben, den du zu fassen bekommen hast: glücklich. Die Frage ist euch immer wieder gestellt worden. Und während sich die Wünsche und Träume und Vorstellungen der anderen geändert haben, ist deine Antwort stets dieselbe gewesen.
G l ü c k l i c h. Das willst du sein. Das bist du. Große Schwester. Freundin. Tochter. Laut. Leise. Geduldig. Zuverlässig. Es sind nur wenige Entscheidungen, die du tatsächlich bereust. Alle haben dich geformt und begleitet und zu der Person gemacht, die du bist. Sie haben dich den Menschen näher gebracht, die du heute liebst. An die Orte geschickt, die sich nach Zuhause anfühlen. Du trägst Verantwortung, bist erwachsen; aber du fühlst dich nicht immer so. Du fühlst dich zu oft wie das kleine Mädchen im Klassenraum.
12 Ingameposts | 02.06.2026, 21:00
Basgiath War College
gespielt von Mimi
34 Jahre
Reiter
Der Kerl mit dem ekelhaften Dauergrinsen, dem das Reiterschwarz so verdammt gut steht? Ja, der kann schon eine Nervensäge sein, aber eigentlich ist Kalenor Vryndor einer von den Guten. Großgeworden in einer Reiterfamilie war sein erster Berufswunsch jedoch nicht, der Familientradition zu folgen, hatte ihm doch der Heilerquadrant auch zugesagt. Fand aus seiner Familie natürlich niemand so toll. Tja, aber gegen Gene kann man nicht ankommen, weshalb es kaum verwundert, dass auch der Jüngste der Vryndor-Geschwister in die Fußstapfen der Älteren trat. Nicht zuletzt seiner verstorbenen Schwester zuliebe, die bereits bei Überquerung des Viadukts den Tod fand gab er sein Bestes, sich das Schwarz der Reiter zu vedienen. Ehrgeizig wie er ist hat der 34jährige Kal, wie er von allen genannt wird, es bisher echt weit gebracht und ist nun beim Aufstieg zum 1. Offizier des Ostgeschwader Schwingenschwarm 1. Staffel. Das hat er nicht seinem Charme, sondern seinem Können, seiner Disziplin und seiner Art mit Menschen umzugehen zu verdanken. Er ist gut in dem was er macht und das weiß er auch.
Während es beruflich bergauf geht sieht sein Privatleben ziemlich mau aus. Anders als sein Bruder Zarek kann Kal noch nicht mit Frau und Kind dienen. Beides hätte er gern und es hatte vor einigen Jahren auch eine Frau in seinem Leben gegeben, aber es hatte nicht sollen sein. So tobt Kal sich weiter in den Betten verschiedener Frauen aus und hat noch nicht die Eine gefunden, mit der er sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Und das Kind, das er sich wünscht? Naja, er hat eine Nichte, die ganz nach Vater und Onkel eifert und auf die ist er schon ziemlich stolz! Den Bund fürs Leben hat er ja sowieso schon mit einer anderen Dame geschlossen, nämlich mit seinem braunen Keulenschwanz namens Sage. Die Drachendame lässt öfter verlauten, dass sie ihren Reiter wegen seiner dummen Sprüche und dem übersteigertem Selbstbewusstsein gern mal rösten möchte. Tut sie aber nicht, denn eigentlich weiß sie ja auch, dass es sie hätte schlechter treffen können als mit ihm. Dank ihr hat sie die Siegelkraft der Schutzzaubererweiterung, ein weiterer Grund, weshalb er die Position inne hat, die er nun mal hat und weshalb er genau in der Einheit gelandet ist, dessen 1. Offizier er nun wird: Den Schutz seiner Kameraden sowohl vor Gefahren von außen, als auch Gefahren von innen, denn sein Staffelführer ist ein mächtiger Mann, der nicht immer Herr seiner Kräfte ist und Kal? Der ist quasi der Konter dazu. Dass die beiden Männer nicht nur in ihrer Siegelkraft recht verschieden sind wird sicherlich noch für die eine oder andere Spannung sorgen.
11 Ingameposts | 08.06.2025, 19:01
Militär Navarre
gespielt von Maj
24 Jahre
Alchemistin
[...]
25 Ingameposts | 17.04.2025, 14:46
Militär Poromiel
gespielt von alice
24 Jahre
Reiter
Du sitzt auf einem Pulverfass wie andere im Schaukelstuhl — lässig und entspannt zurückgelehnt, am liebsten mit ‘ner schönen Tasse Kaffee (Milch und Zucker, bitte). Fehlen nur noch warme, weiche Pantoffeln (zum nächsten Geburtstag?! ich mein, du rockst eh jedes Outfit) und ein gutes Buch (oh, schwierig, du liest halt nicht so gern) und du würdest deinem Großvater echte Konkurrenz machen.
Nur, dass dein Pulverfass ein riesiger, orangener Drache ist und obendrein bist du das auch selber; das Pulverfass, nicht der Drache. Deine Zündschnur ist manchmal kurz, manchmal lang, manchmal kriegt man dich gar nicht angezündet, manchmal reicht ein Funke fünf Meilen weit entfernt. Heißt nicht, dass du Probleme gleich mit Fäusten klären musst. Du bist eitel genug um dir nach Möglichkeit nicht jeden Tag ein blaues Auge einzufangen und du bist locker genug, um nicht alles direkt super duper ernst zu nehmen. Aber wen du gefressen hast, den hast du gefressen; vermutlich für immer. Keine Frage, du bist nachtragend as fuck und du bist definitiv kein Köter, rennst niemandem hinterher (na, oder fast niemandem) und das betonst du gerne. Was du dafür aber umso lieber tust: über jeden Trägst das Herz auf der Zunge, erst reden, dann denken, aber leider auch: erst machen, dann überlegen. Gehst mit dem Kopf durch die Wand, hinterlässt nicht jeden, aber vielleicht jeden dritten Tag ein kleines Chaos, ‘ne Schneise der Verwüstung (im übertragenen Sinn und nicht unbedingt im Bezug auf den Dienst), aber immerhin bist du ein guter Freund, du bist nur eklig zu Leuten, die du nicht leiden kannst — gern auch hinter deren Rücken. Handelst dir immer mal wieder kleine Strafdienste ein, weil du die Klappe nicht halten kannst, ziehst dir den Hals aber auch (so gut wie) immer wieder aus richtig üblen Schlingen. Dein Baby-Face ist definitiv einer deiner hottesten Benefits: große, helle Augen, lange, dunkle Wimpern, so blass, dass man die roten Bäckchen am liebsten dreimal kneifen will (in einer anderen Welt würd dein Gesicht Werbung für korean skincare, Armani-Parfums oder Matcha Pulver machen) — aber da wären wir bei einer ganz, ganz wichtigen Sache angekommen: Baby-Face. Baby. Du bist Baby. Du bist kein Baby, aber du bist Baby. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Hast den Spitznamen (als Baby, ha) von deinen großen Brüdern bekommen (die dachten, die ärgern dich, wenn sie dich für immer so nennen, aber du hast den Spieß gedreht, Baby ist keine Beleidigung, Baby ist eine Institution, so nämlich) und irgendwie trägst du den Namen mit dir, egal wohin du gehst. Klar, gibt Dinge, die vielleicht cooler klingen, Leutnant Stark, Ehre! aber ganz ehrlich, Baby Stark oder Leutnant Baby?! Das crazy,.
18 Ingameposts | 23.10.2025, 21:46
Militär Navarre
gespielt von Jasmin
22 Jahre
Reiterin
Dein Leben war schon immer leicht gewesen, du bist in einer wohlhabenden Familie geboren. Besser gesagt ist dein Vater ein Herzog und deine Mutter eine Herzogin, schon seit Anfang gehört euch Elsum. Somit hat dir an nie was gefehlt, du brauchtest nie Angst haben Hungern zu müssen, hattest immer ein Dach über den Kopf und in ei weichen Bett zu schlafen. Ja, all das ist natürlich schön und angenehm, musstest bis zu deinem 20. Lebensjahr nie um dein Leben kämpfen. Bis zu diesem Alter bestand deine Hauptaufgabe aus, die perfekte Tochter zu spielen. Und diese Aufgabe hast du auch gut gemeistert, hast aufgepasst dich nie danebenzubenehmen, hauptsächlich in der Öffentlichkeit. Du kannst eine kleine fiese Bitch sein, hast so keine Scheu stets das zu sagen, was du denkst, doch dank der Erziehung weißt du, wann du dich beherrschen musst.
Du wurdest privat unterrichtet, hattest trotzdem deine Freunde gehabt, natürlich kamen sie alle ebenfalls aus angesehen Familien. Natürlich war dir bewusst, dass sie dir auch gleichzeitig in den Rücken gefallen wären, um auf dem Thron zu sitzen. So hast du zumindest mit der Zeit gelernt, wem du vertrauen kannst und wen nicht, sowie dass du vorsichtig bist bei der Wahl deiner Freunde. Schon deine Eltern haben dir dies beigebracht, immer aufzupassen, wem du was anvertrauen tust und was nicht. Du genießt es im Rampenlicht zu stehen, durch zu Hause bist du es nicht anders gewohnt. Jedoch kannst du auch einschätzen, wann es richtig ist, sich nicht in den Vordergrund zu stellen. Es gibt auch Momente, wo du es nämlich mal genießt, für dich zu sein, mal nicht die perfekte Tochter spielen zu müssen. Du hast schon mit 14 Jahren angefangen für das Training, als Drachenreiter zu üben, mit 12 Jahren kam der Wunsch auf, eine davon zu werden. Und da du ja nicht in die Fußstapfen von deinem Vater treten musst, dank geht raus an deinem Bruder, hast du da mehr freie Hand gehabt. Eine der Gründe war auch, weil du nicht an einen fremden Mann verheiratet werden wolltest, denn natürlich wollen deine Eltern, dass du den perfekten Mann an deiner Seite hast. Doch du hältst von diesem verheiraten nicht viel, findest jeder soll die Person heiraten, die sie auch wirklich liebt. Natürlich würdest du es nie direkt ins Gesicht deiner Eltern sagen, sie würden ausrasten und kein Verständnis dafür haben, so war dir klar, dass du lieber weggehst. Doch nicht nur deswegen bist du in den Reiterquadrant gegangen, irgendwie haben dich die Drachen und deren Reiter schon immer fasziniert und du möchtest deinem Land irgendwie helfen. Der Scheibenquadrant und der Heilerquadrant kamen für dich nie infrage, erstes findest du langweilig und beim zweiten wirst du zu viel Wunden, sowie Blut sehen. Ist jetzt nicht so, dass du direkt umkippen wirst, aber ja. Es ist einfach nicht dein Ding. Dein Training war hart, dein Vater hatte dir einen guten Trainer organisiert, immerhin möchte er ja nicht, dass du Schande über die Familie bringst und es nicht überleben wirst. Du hast den Viadukt überlebt, genauso wie das Dreschen und warst natürlich erleichtert darüber. Genau da hast du das erste Mal jemanden getötet, als der Typ versucht hat dich zu töten. Beim Sparing hast du nämlich gegen ihn gewonnen und sein männliches Ergo hat dies nie verkraftet. Tja, er hat gedacht, dass er dieses Mal gegen dich gewinnen könnte, da hatte er falsch gedacht. Mit deinem Drachen Free kommst du zum Glück klar, er ist der Einzige der über deine wahren Gefühle Bescheid weiß und dich so richtig sieht, so wie du bist, was du immer versucht zu verdrängen. Keine Ahnung, wieso es dir so leicht fällt, mit ihm über alles reden zu können, zu gestehen, dass du auf jemanden stehst. Du hast ihn sehr schnell ins Herz geschlossen, auch wenn es dir am Anfang etwas schwerfiel, dich auf seinen Rücken zu halten oder es etwas gedauert hatte, bis du deine Siegelkraft ausüben konntest.
16 Ingameposts | 19.04.2025, 23:37
Basgiath War College
gespielt von alice
28 Jahre
Reiter
So schwer ist das nicht: Ruairí — du wiederholst dich eigentlich nur ungern, hier tust du’s immerhin ein bis drei Mal bevor dir der Kragen platzt. Ruairí, das reimt sich auf jury, nicht! Rory, halt wie brewery ohne b,
Und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. (Aber du kannst ihn auch Kew nennen!) Du kannst hören. Du liebst fühlen. Gern immer ein bisschen am Limit. Du kratzt an Grenzen, weil du Ketten (die dich halten) gerne sprengst — du willst dich frei fühlen und das tust du immer mehr (und nein, für dich widerspricht sich das nicht mit dieser lebenslangen Militär-Sache). Dein Überlebenswille ist so tief in dir verankert, dass man feine Antennen haben muss um ihn zu erkennen. Auf den ersten Blick bist du witzig, laut, kess, erweckst den Eindruck als würdest du die meisten Dinge nicht sehr ernst nehmen und als würde dir das meiste eher leicht fallen, weil du’s leicht leicht aussehen lässt (und du bist neugierig und steckst deine Nase gern in Dinge, die dich eigentlich nichts angehen; zumindest dann, wenn du Drama witterst und das tust du wie ein Bluthund). Dich kontrollieren? Schwierig (in privatem Kontext, du kannst schon Befehlen folgen und diese Dinge machen). Deine Siegelkraft ist Sturmmanipulation, das sagt 'ne Menge über dich aus. Bist ein perfekt abgestimmter Cocktail aus resting bitch face, flirty smirky, sehr trainiertem Arsch in enger Hose, 'nem Schulterzucken und pretend i don’t see, statt mit Kirsche am Spieß getoppt mit einer guten Prise fake it till you make it. Hat geklappt. Du hast es gefaked, dann hast du’s gemaked. Papa wäre stolz auf — nein, wir fangen nicht mit den Lügen an, Papa ist nicht stolz auf dich, Papa hätte dich bei deinem einzigen Besuch nach dem College am liebsten im Meer ersoffen und’s nur nicht gemacht, weil der große Rote in deinem Rücken ausreichend Eindruck hinterlassen hat. Er ist wütend, weil du nicht zurück nach Haus und auf sein Boot kommen wirst, du bist wütend weil er dein Leben lang wütend mit dir war. Apfel, Stamm, schon klar. Aber egal. Wie gesagt: du hast es gemaked und heut sprichst du einfach nicht mehr viel über deine Vergangenheit und wenn doch, dann lässt du gekonnt Dinge weg oder schmückst sie aus. Die Gosse hört man dir aber bis heute an, dein Sprachgebrauch ist direkt und ungefiltert, Bastard ist dabei noch das Netteste, was du jemanden nennst, der dir eigentlich gar nichts getan hat. Die fehlende Grundbildung hast du dafür besser gelernt zu überspielen. Oh, und was noch geblieben ist, wenn man die ganze Kindheit und die ganze Jugend schuftet, aber nicht satt ins Bett geht (und Mama hat’s ja auch nie gegeben): ein Hunger nach mehr, der sich nicht stillen lässt. Und damit ist nicht nur Essen gemeint, eigentlich ist damit mittlerweile am wenigsten Essen gemeint, aber alles andere und jemand hat obendrein noch wenig Achtung vor dem, was anderen gehört (mit Ausnahmen) — ein Kombination, die dich in jedem anderen Leben fast schon dazu zwingen würde Schwarz und Leder und eine i don’t give a fuck Einstellung zu tragen, wenn das nicht eh dein Alltag wär.
480 Ingameposts | 01.04.2026, 08:39
Militär Navarre
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